Die Lieferkette der Textilindustrie ist komplex und birgt viele ökologische und soziale Herausforderungen. Wir haben hohe Ansprüche an die Qualität unserer Produkte und wählen Materialien sorgsam aus. Gleichzeitig arbeiten wir daran, angemessene Arbeitsbedingungen in den Fabriken unserer direkten Tier-1-Lieferanten für Handelswaren zu stärken.
Unser Lieferanten-Code-of-Conduct ist verbindlicher Bestandteil unserer Zusammenarbeit mit Lieferanten und Lizenzpartnern*. Er basiert auf dem Fair Wear Code of Labour Practices und enthält Anforderungen zu Menschenrechten, Arbeitsschutz, Vereinigungsfreiheit, dem Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit sowie zu Arbeitszeiten und Entlohnung. Dazu gehören auch Anforderungen an eine angemessene beziehungsweise existenzsichernde Entlohnung.
Die Umsetzung des Code of Conduct bei den Fabriken unserer direkten Tier-1-Lieferanten für Handelswaren überprüfen wir risikobasiert unter anderem durch externe Fair-Wear- und amfori-BSCI-Audits. Der Code of Conduct ist auch bei unseren Lizenzpartnern* vertraglich verankert. Lizenzpartner* sind jedoch nicht vom FWF- oder amfori-BSCI-Auditprogramm umfasst.
Marc O’Polo ist seit 2009 Mitglied bei amfori BSCI und seit 2020 Mitglied der Fair Wear Foundation. Die damit verbundenen Audit- und Monitoringprozesse beziehen sich auf Fabriken unserer direkten Tier-1-Lieferanten für Handelswaren. Sie erstrecken sich nicht auf die gesamte Lieferkette.
Die Fair Wear Foundation ist eine internationale Multi-Stakeholder-Initiative. Sie arbeitet mit Marken, Fabriken, NGOs, Gewerkschaften und Regierungen an der Verbesserung von Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie. Grundlage ihrer Arbeit ist der Fair Wear Code of Labour Practices. 2020 ist Marc O’Polo der Fair Wear Foundation beigetreten. Im Brand Performance Check wurde Marc O’Polo mit dem Leader-Status ausgezeichnet. Dieser Status bewertet unseren Managementansatz und unsere Aktivitäten zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen; er ist keine Produktzertifizierung.
Unsere FWF-Mitgliedschaft umfasst eine regelmäßige Überprüfung unseres Managementansatzes durch die Fair Wear Foundation. Ergänzend führen wir bei ausgewählten Fabriken unserer direkten Tier-1-Lieferanten Fair-Wear-Audits durch. Weitere direkte Tier-1-Produktionsstätten werden im Rahmen unseres risikobasierten Ansatzes unter anderem nach amfori BSCI auditiert.
Die Umsetzung unseres Code of Conduct bei den Fabriken unserer direkten Tier-1-Lieferanten wird anhand externer Audits überprüft und bewertet. Dabei werden unter anderem das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, der Schutz vor Diskriminierung, die Vereinigungsfreiheit sowie Arbeitszeiten und Entlohnung geprüft. Im Rahmen unseres risikobasierten Ansatzes setzen wir amfori-BSCI- und Fair-Wear-Audits ein. Auf Grundlage der Auditberichte vereinbaren die Lieferanten Verbesserungsmaßnahmen. Wir verfolgen deren Umsetzung im Rahmen von Follow-up-Prozessen und weiteren Gesprächen. Unser CSR-Team begleitet die Umsetzung zusätzlich durch regelmäßige Besuche bei ausgewählten Lieferanten.
Neben Audits sind Trainings eine wichtige Präventionsmaßnahme. Im Rahmen unserer FWF-Mitgliedschaft haben wir bei ausgewählten strategischen Produktionspartnern Trainings zu den Fair-Wear-Arbeitsstandards, zum Beschwerdemechanismus sowie zu geschlechtsspezifischer Gewalt und Belästigung durchgeführt. Über weitere Maßnahmen und Ergebnisse informieren wir in unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Fair Wear bietet ihren Mitgliedern ein Beschwerdeverfahren an. Dieses kann von Beschäftigten in den einbezogenen Fabriken sowie von NGOs genutzt werden, um mögliche Verstöße gegen den Code of Labour Practices zu melden. Wir haben den Beschwerdemechanismus seit unserem Beitritt schrittweise in den einbezogenen Fabriken unserer direkten Tier-1-Lieferanten eingeführt. In den betreffenden Fabriken werden Informationen mit Kontaktdaten für Beschäftigte sichtbar bereitgestellt. Die Angaben können genutzt werden, um eine lokale Ansprechperson der Fair Wear Foundation in der jeweiligen Sprache zu kontaktieren, auf Wunsch auch anonym. Beschwerden können uns helfen, Risiken in unserer direkten Lieferkette besser zu verstehen und erforderliche Verbesserungsmaßnahmen gezielter zu begleiten. Die Fair Wear Foundation informiert auf ihrer Website über den Ablauf der Meldung, Prüfung und Bearbeitung von Beschwerden.
Mehr Informationen zum Fair Wear Beschwerdemechanismus finden sich hier.
Wir erfassen und veröffentlichen Informationen zu unserem Ansatz für die direkten Tier-1-Konfektionierungspartner. Die Transparenz über weitere Lieferkettenstufen entwickeln wir schrittweise weiter. Seit 2022 nutzen wir Retraced zur digitalen Erfassung und Verwaltung von Lieferketteninformationen. Die Plattform unterstützt uns dabei, Daten zu direkten Lieferanten strukturiert zu erfassen und Risiken gezielter zu bearbeiten. Die Lieferketten unserer Lizenzpartner sind aktuell nicht mit erfasst.
*Die Produktgruppen Eyewear, Body- und Beachwear, Home, Junior, Legwear, Fragrance und Jewellery werden von Lizenzpartnern entwickelt, produziert und vertrieben. Für die Zusammenarbeit mit ihnen gilt unser Code of Conduct. Das FWF- und amfori-BSCI-Auditprogramm bezieht sich auf Fabriken unserer direkten Tier-1-Lieferanten für Handelswaren und umfasst nicht die Lizenzprodukte.